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23.05.06  |  17. Spieltag: TSV Waabs - KMTV   2:2 (1:2)

Höhere Gewalt

Es waren so unglückliche Vorzeichen - nach verletzungsbedingter Absage von Fatma fuhren wir zu neunt zum TSV Waabs. Beim Aufwärmprogramm sah ich Charly humpelnd und verbot ihr zu spielen, also jetzt zu acht. Als sich beim Einschießen Christin an der Hand verletzte, fand ich die ganze Sache nicht mehr lustig. Obwohl sie Schmerzen hatte, fing sie an zu spielen.

Trotz dieser Aneinanderreihung von unglücklichen Ereignissen wollten wir unserem Traum - zu den Bezirksmeisterschaften zu fahren - einen Schritt näher rücken. Es sollte noch schlimmer kommen. In Minute 7 nutzten die Waabserinnen eine kleine Unachtsamkeit zum 1:0. Der Schock saß natürlich tief, aber durch eine kämpferisch tolle Leistung erspielten wir uns nennenswerte Chancen. Katha glich zum 1:1 aus und brachte uns kurze Zeit später durch einen fulminanten Schuss ins obere Toreck mit 2:1 ins Spiel zurück. Mit der Führung im Rücken gingen wir in die Halbzeitpause und sammelten noch einmal Kraft für die letzten 35 Minuten des Spiels.

Da Christins Hand nun schon angeschwollen war, musste sich Aila zwischen die Pfosten stellen, also jetzt nur noch zu siebt. Es gibt natürlich immer Spiele, bei denen diverse Entscheidungen des Schiedsrichters angezweifelt werden, aber was heute zusammen gepfiffen wurde, hat mich ehrlich gesagt schockiert. Ich könnte mich darüber natürlich auslassen, das mache ich an dieser Stelle nicht. Fakt ist, dass wir auf Grund von übertriebenen Aktionen auf Seiten des Gegners teilweise nur noch zu sechst auf dem Platz waren. Meine Mädels haben gefightet, was das Zeug hielt, unter Tränen und Schmerzen haben sie alles gegeben. Als Amelie bei einem Körpergerangel mit dem Ellenbogen auf den Ball fiel, ertönte der Pfiff des Schiedsrichters - ich konnte es nicht fassen - es gab Neunmeter für Waabs! Es fiel mir unglaublich schwer mich in diesem Moment zu beherrschen, Waabs nutzte die Chance eiskalt, eine Spielerin aus der B-Jugend verwandelte den Strafstoß souverän zum 2:2. In diesem Moment kam Christin zu mir und sagte, sie wolle trotz der massiven Schmerzen in der Hand wieder ins Tor (einfach beachtlich). Wir spielten nun nur noch in eine Richtung, wie eigentlich schon das gesamte Spiel, doch das Ei wollte nicht ins Tor. Schüsse über Schüsse nützten nichts, es blieb beim 2:2 und zwei verlorenen Punkten.

Liebe Mädels, ich hätte es euch so gewünscht, aber das ist der Reiz an unserem Sport. Mehr konnten wir heute nicht tun, ihr habt alles für unser Team gegeben. Ich bin wirklich stolz auf euch alle. Am Donnerstag fahren wir nach Dänischenhagen und wollen uns am Ende einer nach wie vor erstklassigen Saison den dritten Tabellenplatz sichern. Besonderes Lob geht heute an Hannah Bk. Du hast eine bärenstarke Leistung abgeliefert!

(Frank Weschke)


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